Probezeit verlaengern fuer Schweizer Unternehmen: In 5 Schritten rechtssicher verlaengern

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Jonathan Glasow Autor
Apr. 18, 2026
6 Min. Lesezeit
Probezeit verlaengern fuer Schweizer Unternehmen: In 5 Schritten rechtssicher verlaengern

Die Probezeit läuft ab, und du bist dir nicht sicher, ob die neue Arbeitnehmerin oder der neue Arbeitnehmer passt? Du bist nicht allein. „Bei Glow Careers begleiten wir den gesamten Einstellungsprozess, und die Probezeit ist einer der kritischsten Momente. Mit über 900 betreuten Unternehmen wissen wir genau, wann eine Verlängerung sinnvoll ist und wie du sie rechtssicher umsetzt. In diesem Leitfaden teile ich die 5 wichtigsten Schritte für Schweizer Arbeitgeber.» Jonathan Glasow, Geschäftsführer Glow Careers

Laut einer Erhebung von Adecco Schweiz (2024) werden rund 15 % aller Probezeiten in der Schweiz verlängert. Die gute Nachricht: Das Schweizer Obligationenrecht erlaubt eine Verlängerung der Probezeit unter bestimmten Bedingungen. Die schlechte: Wer es falsch macht, steht mit einer ungültigen Verlängerung da, und der Mitarbeiter ist plötzlich fest angestellt, obwohl du ihn eigentlich noch testen wolltest. In diesen 5 Schritten zeige ich dir, wie du die Probezeit in der Schweiz rechtssicher verlängerst, mit OR-Referenzen, Musterformulierungen und einem Praxis-Beispiel aus dem Metallbau.

Kurz zusammengefasst: Die Dauer der Probezeit beträgt in der Schweiz standardmässig 1 Monat. Per schriftlicher Vereinbarung kannst du die Probezeit auf maximal 3 Monate verlängern (OR Art. 335b). Eine Verlängerung der Probezeit braucht eine schriftliche Vereinbarung, einen sachlichen Grund und ein transparentes Gespräch. Dieser Guide zeigt dir, wie du jeden Schritt korrekt umsetzt.

Erfolgsgeschichte
Probezeit verlängern ist Plan B. Plan A: Von Anfang an die Richtigen einstellen.

Wenn du Probezeiten häufig verlängerst, liegt das Problem oft nicht beim Mitarbeiter, sondern beim Auswahlprozess. Glow Careers findet Fachkräfte, die fachlich und menschlich zu deinem Betrieb passen, mit strukturiertem Matching über 250+ Kanäle und einem Champion-Check in unter 60 Minuten.

Das Ergebnis: Weniger Fehlbesetzungen, weniger Probezeitverlängerungen, weniger Kosten.

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„Wer die Probezeit verlängert, hat nicht versagt, sondern ist ehrlich genug zuzugeben, dass er mehr Zeit braucht. Viel schlimmer ist es, einen Mitarbeiter fest anzustellen, bei dem du ein ungutes Gefühl hast.»

Jonathan Glasow, Geschäftsführer Glow Careers

Probezeit Verlaengern Schweiz - Infografik

Eine Probezeit ist wie eine Testfahrt: Du kannst nicht nach 5 Minuten auf der Landstrasse beurteilen, ob das Auto auf der Autobahn taugt. Manchmal brauchst du einfach mehr Strecke.

Manche Geschäftsführer wollen die Probezeitverlängerung selbst regeln, genau dafür sind die 5 Schritte weiter unten gedacht. Andere fragen sich eher: „Warum muss ich die Probezeit überhaupt verlängern, hätte ich nicht von Anfang an den Richtigen einstellen können?»

Falls du diese Frage kennst: Glow Careers sorgt dafür, dass Kandidaten vor der Einstellung durch ein strukturiertes Matching geprüft werden, fachlich und menschlich. So kommst du seltener in die Situation, eine Probezeit verlängern zu müssen. Das Ergebnis:

  • Strukturierter Champion-Check in unter 60 Minuten, Fehlbesetzungen erkennen, bevor sie passieren
  • 💰 Nur rund 30 % der Kosten einer traditionellen Personalvermittlung in der Schweiz
  • 🎯 Fachlich und menschlich passende Kandidaten, damit die Probezeit bestätigt statt verlängert wird

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Schritt 1: Prüfe die rechtlichen Grundlagen (OR Art. 335b)

Bevor du irgendetwas unternimmst, musst du die rechtlichen Rahmenbedingungen kennen. In der Schweiz ist die Probezeit im Obligationenrecht klar geregelt, und die Spielregeln sind enger, als viele Arbeitgeber denken. Die wichtigsten Regeln im Überblick:

RegelungDetailsRechtsgrundlage
Standard-Probezeit1 MonatOR Art. 335b Abs. 1
Maximale Probezeit3 MonateOR Art. 335b Abs. 2
Kündigungsfrist in der Probezeit7 TageOR Art. 335b Abs. 1
Verlängerung möglich durchSchriftliche VereinbarungOR Art. 335b Abs. 2
Verlängerung durch GAV möglichJa, aber max. 3 MonateOR Art. 335b Abs. 2

Was bedeutet das konkret?

  • Wenn im Arbeitsvertrag keine Probezeit vereinbart wurde, gilt automatisch 1 Monat.
  • Eine längere Probezeit (bis 3 Monate) muss im Arbeitsvertrag oder in einer separaten schriftlichen Vereinbarung festgehalten werden, du kannst die Probezeit also auf bis zu drei Monate verlängern.
  • Über 3 Monate hinaus ist eine Verlängerung nicht möglich, auch nicht durch individuelle Vereinbarung. Einzige Ausnahme: Wird die Probezeit infolge Krankheit, Unfall oder anderer unverschuldeter Abwesenheit unterbrochen, verlängert sie sich um die Dauer der Abwesenheit (Bundesgerichtspraxis). Die Probezeit wird also automatisch verlängert, wenn die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer unverschuldet ausfällt.
  • Innerhalb der Probezeit kann jede Partei das Arbeitsverhältnis während der Probezeit jederzeit mit einer Kündigungsfrist von sieben Tagen kündigen, die Kündigung ist auf jeden Tag möglich.

GAV-Besonderheiten prüfen: Einige Gesamtarbeitsverträge enthalten abweichende Regelungen. Der GAV der MEM-Industrie beispielsweise erlaubt eine Probezeit von bis zu 3 Monaten von Anfang an. Der Landes-GAV des Bauhauptgewerbes kennt eine Probezeit von 2 Monaten. Prüfe immer zuerst, ob ein GAV gilt, und was dieser zur Probezeit sagt.

Praxis-Tipp: Prüfe den bestehenden Arbeitsvertrag, bevor du eine Verlängerung aufsetzt. Wenn dort bereits 3 Monate Probezeit vereinbart sind, gibt es nichts mehr zu verlängern. Die Verlängerung macht nur Sinn, wenn die aktuelle Probezeit kürzer als 3 Monate ist.

Häufiger Fehler: Mündlich eine Verlängerung „abmachen» und davon ausgehen, dass das reicht. Tut es nicht. OR Art. 335b verlangt eine schriftliche Vereinbarung. Ohne Schriftform gilt weiterhin die ursprüngliche Probezeit, und wenn diese abgelaufen ist, gelten die regulären Kündigungsfristen.

Schritt 2: Dokumentiere den Verlängerungsgrund

Rein rechtlich brauchst du in der Schweiz keinen „Grund» für eine Probezeitverlängerung, solange du die 3-Monats-Grenze einhältst. Aber in der Praxis ist eine Dokumentation des Grundes aus drei Gründen wichtig:

1. Fairness: Der Mitarbeiter verdient zu wissen, warum du mehr Zeit brauchst.

2. Selbstschutz: Falls der Mitarbeiter die Verlängerung später anfechtet, hast du eine Begründung.

3. Strukturierte Entscheidung: Wer den Grund dokumentiert, denkt auch darüber nach. Und das allein verbessert die Entscheidungsqualität. Typische Gründe für eine Probezeitverlängerung:

  • Krankheit oder Unfall während der Probezeit, der Mitarbeiter konnte seine Leistung nicht ausreichend zeigen
  • Einarbeitungszeit unterschätzt, die Stelle ist komplexer als erwartet, der Mitarbeiter braucht mehr Zeit
  • Saisonale Schwankungen, in der Baubranche kann es vorkommen, dass die Probezeit in die Nebensaison fällt und der Mitarbeiter nicht unter Volllast getestet werden konnte
  • Teamdynamik unklar, fachlich stimmt es, aber die Zusammenarbeit im Team muss noch beobachtet werden
  • Leistungsschwankungen, gute und schlechte Wochen wechseln sich ab, du brauchst mehr Datenpunkte

So dokumentierst du den Grund: Erstelle ein kurzes internes Memo (1 Seite, max.) mit:

  • Name des Mitarbeiters, Funktion, Eintrittsdatum
  • Aktuelle Probezeit-Dauer und geplante Verlängerung
  • Konkreter Grund (mit Beispielen, nicht nur Bauchgefühl)
  • Was du in der verlängerten Probezeit beobachten willst (messbare Kriterien)
  • Geplante Massnahmen (z.B. engere Begleitung, Feedback-Gespräche)

Praxis-Tipp: Definiere schon jetzt, woran du nach der verlängerten Probezeit die Entscheidung festmachen wirst. „Ich schaue dann mal» ist kein Plan. „Drei Projekte eigenständig abschliessen ohne grössere Beanstandungen» ist einer.

Häufiger Fehler: Den Grund nicht schriftlich festhalten. Wenn du in 2 Monaten die Entscheidung treffen musst, erinnerst du dich nicht mehr an die konkreten Bedenken von heute. Und ohne dokumentierte Kriterien triffst du die Entscheidung wieder aus dem Bauch.

Schritt 3: Halte die Vereinbarung schriftlich fest

Dieser Schritt ist rechtlich der wichtigste. Ohne schriftliche Vereinbarung gibt es keine Verlängerung, Punkt. Was in der Vereinbarung stehen muss:

1. Vertragsparteien, Arbeitgeber (Firma, Adresse) und Arbeitnehmer (Name, Geburtsdatum)

2. Bezug auf den bestehenden Arbeitsvertrag, Datum des Vertrags, Stellenbezeichnung

3. Aktuelle Probezeit, Beginn, bisheriges Ende

4. Neue Probezeit-Dauer, Neues Enddatum (maximal 3 Monate ab Arbeitsbeginn)

5. Kündigungsfrist während der Probezeit, 7 Tage (OR Art. 335b Abs. 1), sofern nicht anders vereinbart

6. Ort, Datum, Unterschriften beider Parteien Muster-Formulierung: „Die Vertragsparteien vereinbaren hiermit, die im Arbeitsvertrag vom [Datum] vereinbarte Probezeit von [X] Monat(en) auf [Y] Monate zu verlängern. Die Probezeit endet somit am [Datum]. Während der verlängerten Probezeit gelten die gleichen Kündigungsfristen wie während der ursprünglichen Probezeit (7 Tage, OR Art. 335b). Alle übrigen Bestimmungen des Arbeitsvertrags bleiben unverändert.» Zeitpunkt: Die Vereinbarung muss vor dem letzten Tag der Probezeit unterzeichnet werden. Wer erst am Ende der Probezeit die Vereinbarung aufsetzt, riskiert, dass es zu spät ist, insbesondere wenn der Mitarbeiter nicht sofort unterschreibt. Nach Ablauf der Probezeit ist eine Verlängerung rechtlich ausgeschlossen. Format: Die Vereinbarung kann ein separates Dokument sein oder als Nachtrag zum Arbeitsvertrag formuliert werden. Wichtig ist nur: schriftlich, datiert, von beiden Parteien unterschrieben.

Praxis-Tipp: Bereite die Vereinbarung mindestens 2 Wochen vor Ablauf der aktuellen Probezeit vor. So hast du genug Puffer für das Gespräch (Schritt 4) und die Unterschrift, ohne Zeitdruck.

Häufiger Fehler: Die Verlängerung per E-Mail oder WhatsApp „bestätigen». Das genügt nicht. Die Schweizer Rechtsprechung verlangt eine handschriftliche Unterschrift beider Parteien. Eine digitale Nachricht ersetzt keine Originalunterschrift.

Schritt 4: Führe das Gespräch mit deinem Mitarbeiter

Die schriftliche Vereinbarung ist das rechtliche Gerüst. Aber das Gespräch ist das menschliche. Und in einem Handwerksbetrieb mit flachen Hierarchien ist das Menschliche mindestens genauso wichtig. Vorbereitung auf das Gespräch:

  • Plane 30–45 Minuten ein
  • Führe das Gespräch unter vier Augen, in einem ruhigen Raum
  • Bereite konkrete Beispiele vor (was gut läuft, was noch fehlt)
  • Habe die schriftliche Vereinbarung bereits vorbereitet, aber lege sie nicht sofort auf den Tisch

Gesprächsstruktur:

1. Einstieg: Wertschätzung zeigen. „Ich möchte offen mit dir über die bisherige Zusammenarbeit sprechen.»

2. Feedback: Was läuft gut? Was braucht noch Zeit? Konkrete Beispiele, keine Pauschalurteile.

3. Grund für die Verlängerung: Ehrlich und sachlich. „Ich sehe Potenzial, bin mir aber in Bereich X noch nicht sicher. Ich möchte dir, und mir, mehr Zeit geben, bevor ich eine endgültige Entscheidung treffe.»

4. Erwartungen klären: Was muss sich in der verlängerten Probezeit verändern? Welche konkreten Ziele müssen erreicht werden?

5. Perspektive aufzeigen: „Wenn du diese Ziele erreichst, steht einer festen Anstellung nichts im Weg.»

6. Vereinbarung vorlegen: Erkläre den Inhalt, gib dem Mitarbeiter Zeit zum Lesen, beantworte Fragen.

7. Unterschriften: Beide Seiten unterschreiben, jeder erhält ein Exemplar. Schweizer Besonderheit: Sei direkt, aber nicht konfrontativ. In der Schweizer Arbeitskultur wird ein fairer, respektvoller Umgang besonders geschätzt. Ein Mitarbeiter, der die Verlängerung als Chance statt als Bestrafung empfindet, wird in den nächsten Wochen motivierter arbeiten.

Praxis-Tipp: Biete dem Mitarbeiter an, die Vereinbarung über Nacht mitzunehmen und erst am nächsten Tag zu unterschreiben. Das signalisiert Fairness, und nimmt den Druck aus der Situation. Rechtlich muss die Unterschrift nur vor Ablauf der aktuellen Probezeit erfolgen.

Häufiger Fehler: Das Gespräch delegieren. Wenn du der Geschäftsführer bist und der Mitarbeiter direkt bei dir arbeitet, führe das Gespräch selbst. Nichts ist demotivierender, als die Verlängerung von der Buchhaltung mitgeteilt zu bekommen.

Schritt 5: Nutze die Probezeit aktiv

Die Verlängerung ist unterschrieben, jetzt beginnt die eigentliche Arbeit. Denn eine verlängerte Probezeit bringt nichts, wenn du die zusätzliche Zeit genauso unstrukturiert nutzt wie die erste. Aktionsplan für die verlängerte Probezeit: Woche 1: Kickstart

  • Ziele und Erwartungen schriftlich fixieren (aus dem Gespräch in Schritt 4)
  • Wöchentliche Feedback-Runden vereinbaren (15 Minuten reichen)
  • Mentor oder Buddy im Team bestimmen, der unterstützt und beobachtet

Woche 2–4: Beobachtung und Begleitung

  • Konkretes Feedback geben, zeitnah, spezifisch, lösungsorientiert
  • Fortschritte dokumentieren (kurze Notizen, keine Romane)
  • Bei Problemen: sofort ansprechen, nicht bis zum Ende warten

Woche 5–8: Entscheidungsphase

  • Zwischenbilanz mit dem Mitarbeiter: Wo stehst du? Wo stehen wir?
  • Selbsteinschätzung des Mitarbeiters einholen
  • Feedback von Teamkollegen und ggf. Kunden sammeln
  • Entscheidung treffen: Weiterbeschäftigung oder Kündigung

Wenn du kündigst: Während der (verlängerten) Probezeit gilt eine Kündigungsfrist von sieben Tagen, kündbar auf jeden Tag. Du brauchst keinen Grund anzugeben. Aber: Halte die Kündigung schriftlich fest und übergib sie persönlich. Wenn du weiterbeschäftigst: Teile die Entscheidung aktiv mit, idealerweise mit einem Gespräch, in dem du sagst: „Die Probezeit ist bestanden, ich freue mich auf die Zusammenarbeit.» Das ist kein Automatismus, sondern ein bewusster Moment. Wichtig: Achte auf den Kalender. Wenn die verlängerte Probezeit am 31. März endet und du am 1. April kündigst, gelten bereits die regulären Kündigungsfristen, und die sind deutlich länger.

Praxis-Tipp: Nutze die wöchentlichen Feedback-Runden nicht nur zur Beurteilung, sondern auch zur Unterstützung. Manchmal reicht ein kleiner Hinweis, ein besseres Werkzeug oder eine Umstellung im Ablauf, damit ein Mitarbeiter sein Potenzial abrufen kann.

Häufiger Fehler: Die verlängerte Probezeit „laufen lassen» und erst am letzten Tag eine Entscheidung treffen. Das ist unfair gegenüber dem Mitarbeiter, und riskant für dich, weil du unter Zeitdruck eine Bauchentscheidung triffst.

Was, wenn jemand diese 5 Schritte für dich übernimmt?

Du hast jetzt einen klaren Fahrplan für die Probezeitverlängerung. Aber lass uns einen Schritt zurücktreten und die eigentliche Frage stellen: Warum musst du die Probezeit überhaupt verlängern?

In den meisten Fällen liegt die Antwort im Recruiting-Prozess. Wer unter Zeitdruck einstellt, weil die Stelle seit Monaten offen ist und das Team am Limit arbeitet, nimmt Kompromisse in Kauf. Und diese Kompromisse zeigen sich dann in der Probezeit.

Glow Careers setzt genau hier an, mit dem W.A.R.U.M.-Framework:

  • W, Wunschkandidat definieren (Fachlich + kulturell, nicht nur „jemand, der morgen anfangen kann»)
  • A, Aktive Ansprache über 30+ Kanäle (nicht nur die gleichen 2 Jobbörsen)
  • R, Relevanz schaffen durch passgenaue Botschaften
  • U, Überprüfung mit dem Champion-Check (unter 1 Stunde), genau der Check, der verhindert, dass du nach 4 Wochen merkst: „Passt doch nicht.»
  • M, Match garantieren mit der Bewerbergarantie (mind. 10 qualifizierte Kandidaten)

Der Champion-Check ist der entscheidende Unterschied. Statt nach Bauchgefühl einzustellen und dann in der Probezeit zu hoffen, prüft Glow Careers vor der Einstellung, ob der Kandidat fachlich und menschlich in dein Unternehmen passt. Das Ergebnis: Weniger Probezeitverlängerungen, weniger Fehlbesetzungen, weniger Kosten. Glow Careers hat bereits über 900 Unternehmen in der Schweiz und Deutschland unterstützt. Qualitätsmanagement: TÜV Süd ISO 9001 zertifiziert.

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Praxis-Beispiel: Metallbau-Betrieb in Aargau

Die Metallbau Keller AG im Kanton Aargau beschäftigt 32 Mitarbeiter, Schlosser, Schweisser und Konstrukteure. Der Geschäftsführer hatte einen neuen Schweisser eingestellt, der fachlich vielversprechend war, aber in den ersten 4 Wochen Schwierigkeiten mit den betriebsinternen Abläufen und der Teamdynamik zeigte.

Statt vorschnell zu kündigen, entschied sich der Geschäftsführer für eine strukturierte Probezeitverlängerung. Vorher / Nachher:

KriteriumBei Eintritt (Woche 1–4)Nach verlängerter Probezeit (Woche 5–12)
Schweissqualität (Fehlerquote)8 % Ausschuss2,5 % Ausschuss
Selbstständigkeit (Aufträge eigenständig abgewickelt)30 %85 %
Teamintegration (Feedback Kollegen, Skala 1–6)2,84,9
Pünktlichkeit3 Verspätungen0 Verspätungen
KundenfeedbackKeine eigenständigen Kundenkontakte2 positive Kundenrückmeldungen
EntscheidungVerlängerungFeste Anstellung

Was hat den Unterschied gemacht?

1. Klare Ziele: Der Mitarbeiter wusste genau, was in den nächsten 8 Wochen erwartet wird.

2. Wöchentliches Feedback: Kurze 15-Minuten-Gespräche am Freitagmorgen. Konkret, sachlich, lösungsorientiert.

3. Mentor im Team: Ein erfahrener Schlosser übernahm die Einarbeitung in die betriebsinternen Abläufe.

4. Ehrliches Gespräch: Der Geschäftsführer hat die Verlängerung nicht als Bestrafung, sondern als Investition kommuniziert. Ergebnis: Der Schweisser ist heute, 2 Jahre später, einer der produktivsten Mitarbeiter im Team und hat selbst die Einarbeitung von zwei neuen Kollegen übernommen.

Typische Fehler bei der Probezeitverlängerung

FehlerKonsequenzLösung
Mündliche Vereinbarung statt schriftlichVerlängerung ist rechtlich ungültigImmer schriftlich mit Unterschriften beider Parteien
Verlängerung nach Ablauf der ProbezeitReguläre Kündigungsfristen gelten bereitsMindestens 2 Wochen vor Ablauf Vereinbarung vorbereiten
Über 3 Monate hinaus verlängernRechtlich nicht möglich, Vereinbarung ist nichtigMaximum 3 Monate ab Arbeitsbeginn (OR Art. 335b)
Keinen Grund dokumentierenEntscheidung am Ende basiert auf BauchgefühlInternes Memo mit Grund, Kriterien und Erwartungen
Mitarbeiter vor vollendete Tatsachen stellenDemotivation, innere Kündigung, VertrauensverlustOffenes Gespräch, Verlängerung als Chance framen
Verlängerte Probezeit nicht aktiv nutzenGleiche Unsicherheit nach 3 Monaten wie nach 1 MonatWöchentliches Feedback, klare Ziele, Mentor im Team
GAV nicht prüfenEventuell gelten andere Regeln zur ProbezeitGAV-Bestimmungen vor jeder Verlängerung checken

Glow Careers vs. Klassische Recruiting-Methoden – Vergleichstabelle

Probezeitverlängerungen sind oft die Folge von Fehlbesetzungen, und Fehlbesetzungen entstehen durch einen schwachen Auswahlprozess. Die folgende Tabelle zeigt, wie sich Glow Careers von klassischen Recruiting-Methoden in der Schweiz unterscheidet.

KriteriumGlow CareersKlassische Recruiting-Methoden
Rekrutierungsansatz✅ 360°-Recruiting-System mit über 250 Plattformen, Social Media und regionalen Netzwerken❌ Traditionelle Methoden mit Jobbörsen und direkter Ansprache
Erfolgsquote / Ergebnisfokus✅ 900+ Kunden, 1254+ besetzte Stellen, durchschnittlich 30 Tage bis zur Besetzung❌ Oft keine transparenten Erfolgsquoten oder Besetzungsgarantie
Schriftliche Garantie✅ Schriftliche Bewerbergarantie: mindestens 10 qualifizierte Bewerber❌ Keine schriftliche Garantie
Ansprachenmodell / Kanäle✅ Einzigartiges Ansprachenmodell auf über 250 Plattformen❌ Meist begrenzt auf eigene Datenbank/Netzwerk + wenige Kanäle
Regionale Marktdurchdringung✅ 8 von 10 Fachkräften aus der Region werden erreicht❌ Begrenzte regionale Reichweite, oft auf Ballungsräume fokussiert
Technologieeinsatz✅ Fortschrittliche Technologien und starke digitale Präsenz❌ Weniger technologische Integration, Fokus auf menschliche Intuition
Prozessgestaltung / Pipeline✅ Orchestriert den gesamten Rekrutierungsprozess und bietet eine einsatzbereite Pipeline❌ Häufig Teilleistungen, Unternehmen muss oft selbst aktiv werden
Kundenerfahrung / Aufwand✅ Minimaler Aufwand für das Unternehmen, Glow übernimmt den gesamten Prozess❌ Höherer interner Aufwand für Koordination und Nachverfolgung
Branchenexpertise✅ Spezialisiert auf Handwerk, Industrie und KMU in der Schweiz und Deutschland❌ Oft generalistisch ohne tiefe Branchenkenntnis
Feedback & Anpassung✅ Volles Tracking, datengetriebene Optimierung, klare Reportings❌ Geringe Transparenz, schwer messbar/steuerbar
Markenbekanntheit✅ TÜV-zertifiziert, 900+ zufriedene Kunden als Referenz❌ Markenbekanntheit variiert stark je nach Anbieter

Glow Careers ist TÜV Süd zertifiziert (ISO 9001) für Mitarbeitergewinnung und hat über 900 Unternehmen in der Schweiz und Deutschland unterstützt, mit durchschnittlich unter 5 Wochen bis zur erfolgreichen Einstellung.

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FAQ: Häufig gestellte Fragen zur Probezeitverlängerung in der Schweiz

Wie lange darf die Probezeit in der Schweiz maximal dauern?

Maximal 3 Monate ab Arbeitsbeginn (OR Art. 335b Abs. 2). Diese Grenze ist zwingend und kann auch durch individuelle Vereinbarung nicht überschritten werden. Einzige Ausnahme: Bei unverschuldeter Verhinderung (Krankheit, Unfall, Militärdienst) verlängert sich die Probezeit um die Dauer der Abwesenheit, das Bundesgericht hat dies bestätigt.

Muss der Mitarbeiter der Verlängerung zustimmen?

Ja. Die Verlängerung der Probezeit erfordert eine beidseitige schriftliche Vereinbarung. Du kannst sie nicht einseitig anordnen. Der Mitarbeiter kann die Verlängerung ablehnen, in diesem Fall endet die Probezeit wie ursprünglich vereinbart, und es gelten anschliessend die regulären Kündigungsfristen.

Kann ich die Probezeit auch verkürzen?

Ja, das ist möglich und sogar häufiger als die Verlängerung. Wenn du nach 2 Wochen sicher bist, dass der Mitarbeiter passt, kannst du die restliche Probezeit für gegenstandslos erklären. Das ist ein starkes Signal der Wertschätzung. Schriftlich festhalten ist auch hier empfehlenswert.

Was passiert, wenn ich die Frist für die Verlängerung verpasse?

Wenn die ursprüngliche Probezeit abgelaufen ist, gelten automatisch die regulären Kündigungsfristen gemäss OR Art. 335c, im ersten Dienstjahr ist das 1 Monat auf das Ende eines Monats. Eine nachträgliche Verlängerung der Probezeit ist nicht möglich. Das bedeutet: Wenn du kündigst, musst du die längere Frist einhalten.

Wie vermeide ich Probezeitverlängerungen komplett?

Der beste Weg ist ein strukturierter Recruiting-Prozess, der nicht nur fachliche Qualifikation, sondern auch den kulturellen Fit prüft, bevor der Arbeitsvertrag unterschrieben wird. Genau das bietet Glow Careers mit dem Champion-Check: eine strukturierte Überprüfung in unter einer Stunde, die sicherstellt, dass der Kandidat nicht nur kann, was er soll, sondern auch ins Team passt. Das Resultat: Weniger böse Überraschungen in der Probezeit.

Kann man in der Schweiz die Probezeit über 3 Monate hinaus verlängern?

Nein. OR Art. 335b legt die maximale Dauer der Probezeit auf drei Monate fest, diese Grenze ist zwingend und kann weder durch individuelle Vereinbarung noch durch einen GAV überschritten werden. Einzige Ausnahme: Wird die Probezeit infolge Krankheit, Unfall oder Militärdienst unterbrochen, verlängert sie sich automatisch um die Dauer der Abwesenheit. Die Probezeit verlängert sich in diesem Fall über die Drei-Monats-Grenze hinaus.

Wird die Probezeit bei Krankheit automatisch verlängert?

Ja. Wenn du innerhalb der Probezeit wegen Krankheit oder Unfall ausfällst, wird die Probezeit um die Dauer der Abwesenheit verlängert. Das Bundesgericht hat diese Praxis bestätigt. Beispiel: Bei einer Probezeit von drei Monaten und zwei Wochen Krankheit endet die Probezeit erst zwei Wochen nach dem ursprünglichen Ende der Probezeit. Wichtig: Die Kündigungsfrist von sieben Tagen bleibt auch während der verlängerten Phase bestehen.

Ist es schlimm, wenn die Probezeit verlängert wird?

Nein, eine Verlängerung der Probezeit ist kein Zeichen des Scheiterns. Sie zeigt, dass dein Arbeitgeber dein Potenzial sieht und dir mehr Zeit geben will, statt vorschnell zu kündigen. Nutze die verlängerte Phase aktiv: Fordere konkretes Feedback ein, kläre Erwartungen und arbeite gezielt an den genannten Punkten. In vielen Fällen führt eine Probezeit, die verlängert wurde, zu einer stabilen Festanstellung, wie unser Praxis-Beispiel aus dem Metallbau zeigt.



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